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Nachlese 2020

Aus dem Jahresbericht der Lighthouse Foundation:

Die Seebadeanstalt Holtenau wurde 2012 von der Lighthouse Foundation erworben, um ihren Fortbestand als öffentliche Badestelle im Kieler Stadtteil Holtenau sicherzustellen und einer Zweckentfremdung durch private Investoren entgegenzuwirken. Nach der Grundsanierung steht die Steganlage seit 2013 wieder allen Bürgern zur kostenfreien Nutzung ganzjährig offen. Dabei wird der Betrieb und die Pflege der Seebadeanstalt durch die inzwischen etwa 70 aktiven Mitglieder eines Freundeskreises ehrenamtlich mitgetragen.

Gemeinsam mit ausgebildeten und bezahlten Rettungsschwimmerinnen und Rettungsschwimmern übernimmt der Freundeskreis die Aufsicht während der Sommermonate, führt ganzjährig leichte handwerkliche Tätigkeiten aus oder organisiert kleinere kulturelle Veranstaltungen. Einen Zugang außerhalb der allgemeinen Öffnungszeit ermöglicht eine begrenzte Zahl von Schlüsseln, die über eine alljährlich stattfindende  Verlosung vergeben werden.

An Neujahr 2020 konnte noch das alljährliche „Anbaden“ stattfinden, das in diesem Jahr wieder von zahlreichen Schaulustigen und etwa 50 mutigen Badewilligen wahrgenommen wurde. Aufgrund der zunehmenden Ausbreitung der Covid19-Pandemie und der damit verbundenen Einschränkung des öffentlichen Lebens, musste die Seebadeanstalt zunächst jedoch für alle Personen einschließlich der Schlüsselinhaber geschlossen werden. Dadurch mussten auch alle Instandsetzungsarbeiten unterbleiben, die vom Freundeskreis für das Frühjahr geplant waren. Zudem mussten Veranstaltungen externer Anbieter wie das Helmtauchen oder das Schnorcheln abgesagt werden.

Ein Hygiene-Konzept, dass eine Zugangsregelung für maximal 30 Personen mit jeweils höchstens einer Stunde Aufenthaltsdauer sowie geeignete Hygienemaßnahmen vorsah, ermöglichte in Abstimmung mit dem Gesundheitsamt Kiel ab Anfang Juni jedoch wieder eine Öffnung der Seebadeanstalt. Die Schlüsselverlosung wurde noch unter Vorbehalt im April durchgeführt, die Schlüssel konnten dann ab Juni unter Einhaltung der gesetzten Regeln wieder genutzt werden. Bis zum Ende der öffentlichen, bewachten Badesaison Mitte September wurden die Beschränkungen von den Badegästen bis auf einzelne Ausnahmen sehr diszipliniert angenommen und gelegentliche Wartezeiten durch die Zugangsbeschränkungen akzeptiert.

In dieser Zeit konnte auch das durch die Stiftung geförderte Projekt „Biomare“, das geführte  Schnorcheltouren anbietet, in der Seebadeanstalt wieder stattfinden. Auch ein Treffen des Freundeskreises war unter Einhaltung der Abstandsregeln möglich. Alle weiteren Veranstaltung bis zum Ende des Jahres wie z.B. das alljährliche Treffen zum Advent wurden jedoch abgesagt.

Mit der zum Herbst wieder ansteigenden Inzidenz musste der Zugang für die Gruppe der Winterbadenden neu geregelt werden. In Absprache mit der zuständigen Behörde wurde der Zugang zu Seebadeanstalt im Herbst und Winter 2020 auf zwei Personen aus zwei Haushalten oder mehrere Personen aus einem Haushalt begrenzt. Auch diese Regelung findet nach bisherigen Erfahrungen Akzeptanz und wird eingehalten.